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Der Kummerbund

Queen Victoria bat 1839 ihren Vetter Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha in Ihre Privatgemächer und fragte ihn:
"Albert, willst du mich heiraten?" Albert stimmte zu.
Victoria schrieb in ihr Tagebuch:
Albert ist sehr gutaussehend. Sein Haar ist von ungefähr der gleichen Farbe wie meines. Seine Augen sind groß und blau, und er hat eine wunderschöne Nase und einen sehr süßen Mund mit zartem Schnurrbärtchen. Und die Schultern sind breit und die Taille ist "schön".

Die von den Briten zu Zeiten der Kolonialherrschaft aus Indien mitgebrachte Seidenschärpe wurde in Europa ganz schnell zum Renner als festliches Accessoire zur Abendkleidung des Herrn. Im Laufe der Zeit wurden aus dem schwarzen Kummerbund phantasievolle Kreationen. Und bis heute ist er ein äußerst wirkungsvolles Accessoire, das mittlerweile nicht nur zum Smoking, sondern auch zur Partykombination, zum Spenzer oder auch zur Bolerojacke getragen wird, oft farblich abgestimmt mit dem entsprechenden Halsschmuck.

Der Kummerbund bedeckt zudem den Übergang zwischen Hosenbund und Hemd und gibt dem Herrn eine "schöne Mitte".
Dann schwärmen die jungen Damen womöglich wie einst Queen Victoria von der "schönen Taille" ihres Bräutigams Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha.

Man legt ihn übrigens so an, dass die Falten nach oben offen sind, waren doch früher zwischen den Falten kleine Stecktaschen eingearbeitet.

 


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