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Symbol mit Geschichte
Nichts symbolisiert den Wunsch nach dauerhafter Zusammengehörigkeit
und immerwährender Liebe besser als der Ring -ist er doch selbst
"endlos".
Jemandem
einen Ring zu schenken, gilt bis heute als eine persönliche Erklärung
der Zuneigung und des Gefühls der Verbundenheit mit diesem Menschen.
Einen Ring anzunehmen bedeutet Zustimmung und die Bereitschaft zur Bindung.
Dadurch, dass beide Eheleute den gleichen Ring tragen, geben sie zu erkennen,
dass und mit wem sie verheiratet sind.
Im Volksglauben vieler Völker ist der Ring Sinnbild für ein
bindendes Gelübde und Freundschaft. Es wurde ihm sogar Zauberkraft
nachgesagt.
In der Gestaltung wurde teilweise zu Symbolen gegriffen, die die Bedeutung
der Unauflösbarkeit und Verbundenheit noch unterstrichen.
So gab es bei den Römern beispielsweise den Fede-Ring (ital.: mani
in fede = Hände im Glauben), der zwei sich fassende Hände zum
Motiv hat. Ursprünglich stand das Symbol für einen Vertragsabschluss.
Im frühen Christentum wurde er bei christlichen Verlobungs- und Hochzeitszeremonien
überreicht. Im Mittelalter findet man ihn als Zeichen der Liebe,
der Treue und des Vertrauens mit Inschriften wie "Ich bin ein Liebespfand,
gib mich nicht weg".
Auch die sogenannten Gimelringe - zwei ineinandergreifende Ringe - waren
ein Symbol für die Unauflösbarkeit des Ehebandes. Zwischen den
beiden Ringen war im Innern eine Botschaft eingraviert wie beispielsweise:
WAS GOT ZU/SAMEN FIEGT DAS SOL
DER MENSCH NIT SCHAIDEN. Vermutlich
wurden bei der Verlobung die beiden Ringe getrennt überreicht und
nach der Hochzeit zusammengefügt und von der Frau getragen. Martin
Luthers Ehering war übrigens solch ein Gimelring.
Im Mittelalter wurden auch andere "Liebesringe" geschenkt,
einfache oder auch mit Edelsteinen besetzte, die oft graviert waren mit
einer Inschrift wie MON CUER AVEZ
- Ihr habt mein Herz oder SANS DEPARTIER
- ohne Trennung, Botschaften der Bindung. Entweder bekam nur die Braut
einen Ring oder es wurden bei der Zeremonie Ringe getauscht.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Verlobungs- und Trauringe
schlichter, allerdings waren sentimentale Inschriften weiterhin beliebt.
Durch weiterentwickelte Techniken, vor allem nach dem 2. Weltkrieg, änderten
sich auch die verwendeten Materialien und Legierungstechniken. Und die
jeweilige Mode spielte eine immer größere Rolle. Die Ringe
wurden hochwertiger, ausgefallener und vielfältiger.
Die Auswahl unter Gelbgold, Rotgold und Weißgold oder dem teuren,
aber sehr haltbaren Platin, und allen möglichen Kombinationen, wurde
immer grösser.
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