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Ihre Eltern werden wahrscheinlich die ersten sein, die Sie über
Ihren Entschluß informieren werden. Für Ihre Eltern ist Ihre
Hochzeit ja auch, nach Ihnen selbst, am bedeutungsvollsten. Denn egal,
wie lange Sie schon nicht mehr zu Hause wohnen und auch gleichgültig,
wie lange Sie schon mit Ihrem Partner zusammenleben, werden sich Ihre
Eltern doch noch, zumindest ein wenig, für Sie verantwortlich fühlen.
Erst mit dem offiziellen Versprechen eines anderen, ab nun für Sie
da zu sein, eben in guten und in schlechten Zeiten, werden die Eltern
quasi aus der Verantwortung entlassen, weil nun -wenn auch auf andere
Art - der Ehepartner sich um Sie kümmern wird. Das heißt überhaupt
nicht, dass sich in der Beziehung zu den Eltern , was Ihre Zuneigung betrifft,
etwas ändern muss, es ist eher ein neuer Abschnitt.
Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, kann man die Eltern dann auch
verstehen, wenn sie genau wissen wollen, wen die Tochter/der Sohn heiratet,
welche gemeinsamen Pläne das Paar hat und ob sie finanziell zurechtkommen
werden. Sie möchten sich einfach davon überzeugen, dass ihr
Kind wirklich glücklich wird. Schließlich ist die Wahl des
Ehepartners ein nicht unwesentlicher Faktor im Leben.
Allermeistens sind die Eltern auch stark an den Vorbereitungen beteiligt,
sie geben oft finanzielle Unterstützung und stehen mit Rat und Tat
zur Seite. Und sie möchten auch ganz bestimmt, dass es ein gelungenes
Fest wird.
Außerdem sind die Eltern meist zuverlässige Helfer und kennen
sich mit manchem aus. So haben die Mütter vielleicht mehr Erfahrung
mit der Zusammenstellung eines Menüs als Sie selbst und wie das mit
den Geschenkelisten läuft, haben sie schon das eine oder andere Mal
bei Ihren Geschwistern wunderbar gemeistert. Und die Mutter der Braut
geht wahrscheinlich auch noch ein zehntes Mal mit ihrer Tochter in ein
Brautgeschäft, wenn das richtige Kleid noch nicht gefunden ist.
Hier sei nochmals kurz erwähnt, dass Sie beide sich über den
Ablauf Ihrer Hochzeit im großen und ganzen klar sein sollten, damit
Sie Ihre Ideen Ihren Verwandten und Freunden vermitteln können. Einmischungen
sind dann von vornherein begrenzt und Vorschläge lassen sich schnell
beantworten. Wenn Sie beispielsweise nicht kirchlich heiraten möchten,
dann fällt die Traditionskirche weg, wenn Sie im Grünen heiraten
möchten, können Sie eben nicht in Onkel Huberts Restaurant feiern.
Fühlen Sie sich nicht verpflichtet, den Vorstellungen anderer nachzugeben
- seien sie auch noch so gut gemeint .
Machen Sie dort Kompromisse, wo es Ihnen nichts ausmacht, nicht aber
bei Ihrer grundlegenden Vorstellung. Sie führen die Regie bei Ihrem
Hochzeitsfest.
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