Outfit

Auswahl des perfekten Brautkleids

Ihr Stil

Stil bezieht sich auf den Schnitt und die Linienführung, aber auch auf die Wesenszüge und Eigenschaften einer Person. Entsprechend werden die Materialien, Stoffe und Muster gewählt. Körpergröße und Figur spielen auch eine gewisse Rolle.

Das richtige Outfit wirkt so, als ob es einfach zu Ihnen gehören würde. Im falschen Outfit sehen Sie immer etwas verkleidet aus.

An den folgenden Beschreibungen und Zeichnungen können Sie sich orientieren, um herauszufinden, welchem Typ Sie stilmäßig am ehesten entsprechen. Dann lässt sich wesentlich leichter entscheiden, welche Art von Kleid, welche Frisur und welche Accessoires Sie wählen sollten.

Nehmen Sie sich einen Spiegel zur Hand, damit Sie die Art Ihrer Gesichtszüge bestimmen können.

Vergessen Sie erst einmal die überflüssigen Pfunde. Auch jemand mit Übergewicht kann extravagant sein.

Man unterscheidet vier Typen:

Natürlicher StilDer natürliche Typ

Der natürlich Typ hat gerade Gesichtzüge, die auch ein bisschen herb sein können. Ihre Bewegungen sind lässig, sie haben eine frohe, ungezwungene Art, eben natürlich. Man könnte Sie auch als sportlichen Typ bezeichnen (was aber nicht heißen muss, dass Sie täglich kilometerweise Rad fahren).

So wählen Sie auch eher legere Kleidung; den gemütlichen Pulli ziehen Sie der enganliegenden Bluse vor, so wie Sie auch lieber Hosen als Röcke tragen. Die Kleidung muss vor allem bequem sein. Sie bevorzugen Naturstoffe, auch mit Strukturen, sowie Leder und andere Naturmaterialien.

Frisur: muss leicht zu handhaben sein, darf kein kompliziertes Styling verlangen, darf auch ein bisschen windzerzaust ausschauen.

Brautstrauß: natürlich und locker gebunden, Wiesenblumen, Sonnenblumen, keine hochgezüchteten, exotischen Blumen.

Klassischer StilDer klassische Typ

Sie haben abgerundete Gesichtzüge, die harmonisch wirken. Sie verfügen über dieses scheinbar angeborene Talent, sich zu benehmen und sind ein eher ausgeglichener Mensch. Sie wirken immer gut gekleidet.

Diese zeitlose Eleganz erreichen Sie durch einfache, aber gute Schnitte und hochwertige Materialien. Alles Übertriebene liegt Ihnen fern. Auch die einfachen aber hochwertigen Accessoires unterstreichen die klassische Ausgewogenheit.

Frisur: wirkt nie unordentlich, Sie wissen einen exzellenten Haarschnitt zu schätzen, Sie tragen das Haar eher glatt oder leicht wellig als stark gelockt.

Brautstrauß: elegant, ohne große Spielereien. Wählen Sie die Edlen unter den Blüten – sie sprechen für sich selbst.

Romantischer StilDer romantische Typ

Ihre Gesichtszüge sind rund und eher weich. Sie haben eine nette Art, vielleicht auch etwas träumerisch oder verspielt, auch sinnlich und emotional. Ihre Kleidung ist feminin und steckt voller Details. Weichen und fließenden Stoffen, aber auch Samt und Spitze können Sie durchaus etwas abgewinnen. Die Accessoires, die nicht fehlen dürfen, sind eher zart und fein.

Frisur: voll und lockig, aber auch Zopf- und verspielte Hochsteckfrisuren. Gerne auch mit Diadem und Schleier.

Brautstrauß: verspielt und romantisch

Extravaganter StilDer extravagante Typ

Der extravagante Typ fällt auf und mag das auch. Die Linien sind kantig gerade, vielleicht sogar ein bisschen eckig. Sie sind ein extrovertierter Mensch, der gerne zu ungewöhnlichen und auch extremen Kleidungsstücken, Mustern und Formen greift, die ruhig „laut“ sein dürfen. Auch die Accessoires stechen ins Auge. Nicht kleckern sondern klotzen lautet hier die Devise.

Frisur: ungewöhnliche Schnitte, auch asymmetrisch, auffallende Farben

Brautstrauß: ungewöhnlich, auffallend. Greifen Sie zu den Exoten, die aber auch etwas Kantiges oder Gezacktes haben sollten, auch einzelne ausgefallene Blüten eignen sich.

Grundsätzlich gilt:

Das Brautkleid – und natürlich auch jedes andere Kleid – ist nur so schön, wie es Ihnen steht. Das bedeutet, dass es in Farbe und Stil zu Ihnen passen muss.

Idealerweise unterstreicht es Ihre Persönlichkeit. Dann werden Sie sich in dem Kleid auch wohl fühlen und sich selbst großartig finden – und das wird man Ihnen ansehen.

Ihre Farben für das Brautkleid

Folgendes lässt sich auf das Brautkleid wie auch auf die Kleidung fürs Standesamt anwenden. Außerdem gilt es für das Make-up, die Accessoires und den Brautstrauß. Weitere Anhaltspunkte finden Sie unter dem Thema Stil.

Nach der Theorie der Farbberatung gibt es vier verschiedene Typen, eingeteilt nach den Jahreszeiten.

Um Ihren Farbtyp zu bestimmen, müssen Sie sich an der Haut-, Augen- und Haarfarbe orientieren.

Man unterscheidet grundsätzlich warme und kühle Farben. Die warmen Farben haben einen gelblichen Unterton, die kühlen einen bläulichen Unterton. Die Farben sind zudem entweder leuchtend (kräftig) oder gedämpft (matt).

Der Frühlingstyp – warm und leuchtend

Die Haut eines Frühlingstyps ist pfirsichfarben, elfenbeinfarben oder goldbeige. Die Augen können hell- bis dunkelblau, grünblau, goldgrün oder hellgoldbraun sein. Die Haare sind goldblond, rotblond, rot oder mittelbraun mit rötlichem Unterton. Die Farben des Frühlings sind warm, leuchtend und klar, also beispielsweise Orangerot, Sonnengelb und Maigrün. Goldfarbener Schmuck wäre das Richtige.
Make-up: frisch mit warmen Farben, Lippenstift in hellem Orangerot, zartem Apricot oder Fraise
Brautstrauß: lebhafte, leuchtende, warme Farbtöne oder auch ganz zarte warme Farben – das hängt auch davon ab, was besser zu Ihrem gewählten Stil passt.
Weißton des Brautkleides: helles Elfenbein, helles Creme, Eierschal

Der Sommertyp – kühl und gedämpft

Die Haut des Sommertyps ist hell bis dunkel rosigbeige. Die Augenfarbe ist blau, graublau, grünblau oder hellbraun. Die Haare sind Hellasch bis Dunkelblondasch oder braun.
Hier finden wir nun kühle, aber gedämpfte Farben, wie Mintgrün, Taubenblau und Brombeer. Als Schmuckfarbe sollte Silber gewählt werden.

Make-up: kühle, matte Farben, Lippenstift in Rosa, Bordeaux oder Himbeerrot.
Brautstrauß: sanfte, kühle Farben oder Pastelltöne
Weißton des Brautkleides: Wollweiß, Ecru, Altweiß, gedämpftes Weiß

Der Herbsttyp – warm und gedämpft

Die Haut ist pfirsichfarben, elfenbeinfarben, dunkelbeige oder rötlich. Die Augen sind hell bis dunkelbraun, goldgrün oder grünblau. Die Haare können rot, rotbraun, dunkelbraun oder honigfarben sein. Der Herbsttyp ist nun wiederum warm in seinen Farben, aber gedämpft, also zum Beispiel Rostrot, Curry und Khaki. Auch der Herbsttyp als warmer Farbtyp wählt goldenen Schmuck.
Make-up: warme, matte Erdtöne, Lippenstift in mattem Tomatenrot oder Rotbraun
Brautstrauß: warme, satte Farbtöne
Weißton des Brautkleides: sattes Elfenbein, Vanille, sattes Creme

Der Wintertyp – kühl und leuchtend

Der Wintertyp hat entweder sehr weiße, porzellanartige Haut oder sie ist olivfarben. Die häufigsten Augenfarben sind braun und grünbraun. Aber alle Augenfarben sind möglich.
Die Haare sind braun, schwarzbraun oder tiefschwarz. Klar, leuchtend und kalt sind die Farben des Wintertyps, wie Schwarz, Royalblau und Pink. Der passenden Schmuck ist Silber oder Platin.
Make-up: kühle, leuchtende oder eisige Farben, auch schillernd. Lippenstift in Pink oder leuchtendem Rot
Brautstrauß: leuchtende, kühle Farbtöne
Weißton des Brautkleides: Schneeweiß, Hartweiß, einfach das reinste Weiß

Zusammenfassung

Weiß ist nicht gleich weiß. Es gibt sehr vielen Nuancen. Normalerweise unterscheidet man Schneeweiß und Naturweiß. Schneeweiß ist ganz reines, hartes Weiß. Gebrochene Weißtöne (Naturweiß) sind geläufig unter den Bezeichnungen: Wollweiß, Eierschal, Creme, Ecru und Elfenbein. Egal wie das Weiß bezeichnet wird, für den Frühlings- und den Herbsttyp muss es einen warmen gelben Unterton haben und für den Sommer einen kühlen, leicht graubeigen. Schneeweiß ist für den Wintertyp.

Tricks zum Kauf des Brautkleids

Lange Arme:
wählen Sie kurze Ärmel, angeschnittene Ärmel, weite Ärmel oder Trompetenärmel, eventuell lange Handschuhe, wenn es zum Kleid passt. Armreifen am Handgelenk verkürzen optisch ebenfalls.

Kurze Arme:
lange, schmale Ärmel, die auf dem Handrücken spitz zulaufen oder Raglanärmel, auf jeden Fall ohne Bündchen oder Manschetten (verkürzen optisch), ¾ -Ärmel sind auch möglich. Wenn Sie Handschuhe tragen möchten, dann kurze.

Starke Oberweite:
Wählen Sie ein Kleid mit tiefangesetzter Taille, Längsnähten, einem großen Dekoletée mit unterstützender Corsage. Lange oder ¾-Ärmel wirken gut, auf keinen Fall kurze Ärmel, die auf Brusthöhe enden, denn sie betonen bzw. verbreitern optisch. Kein Empire-Brautkleid und keine Ketten oder Broschen auf Brusthöhe.

Kleine Oberweite:
Wickeleffekte, Drapierungen, Kräuselungen oder Stickereien sorgen für mehr Volumen, außerdem wurde der Wonder-Bra erfunden und könnte halten, was er verspricht.

Langer Oberkörper:
Brautkleid mit hochangesetzter Taille, Corsagengürtel oder auch ein Empire-Kleid. Ein Bolero wäre günstig, wenn es zum Kleid passt.

Kurzer Oberkörper:
Ideal wäre ein Brautkleid mit tiefangesetzter Taille, bei dem der Sattel spitz zuläuft. Gürtel sollten vermieden werden, da sie den Abstand zwischen Brust und Taille optisch verkürzen, wenn, dann auf jeden Fall Ton in Ton.

Schmale oder abfallende Schultern:
Puffärmel oder Keulenärmel oder auch Schulterpolster können hier abhelfen. Gut sind außerdem U-Boot-Ausschnitte.

Breite Schultern:
Raglanärmel mit abgerundeter Linienführung sind vorteilhaft. V-Ausschnitte sind optisch hilfreich, auf jeden Fall müssen Sie Querbetonungen im Oberteil vermeiden.

Langer schmaler Hals:
Tragen Sie halsnahen Schmuck. Die kurzen Ketten nehmen die Länge. U-Boot-Ausschnitt bewirken dasselbe.

Kurzer und etwas starker Hals:
Wählen Sie einen halsfernen Ausschnitt und wenn Sie eine Kette tragen möchten, dann lang.

Optische Wirkung

Die Menschen schauen dort hin, wo sich optisch etwas tut. Mit Geschick können Sie die Blicke also auch dorthin lenken, wo Sie sie haben möchten, bzw. von dort ablenken, wo Sie sie nicht haben möchten.

Da fast niemand den perfekten Körper hat, bei dem alles stimmt, gibt es Tricks, wie Sie mit geschickter Auswahl von Stoff und Schnitt vorteilhaft aussehen.

Grundregeln:
Horizontale Linien verkürzen und machen optisch breiter. Also würde eine große Person damit kleiner wirken, eine kleine Person sollte sie vermeiden.

Wenn Sie etwas füllig sind, dann greifen Sie zu fließenden Stoffen. Dünne Menschen können mit bauschigen Stoffen etwas aufpolstern.

Strukturen und Muster sollten im Verhältnis zur Körpergröße stehen, was bedeutet, dass beispielsweise eine kleine, zierliche Frau keine großen Muster tragen sollte.

Tipp:
Bedenken Sie bei der Auswahl des Stoffes für Ihr Kleid, dass hochglänzende Stoffe, wie Seide oder Taft, ungefähr 1-2 Größen auftragen. Und sie zeigen, wenn sie eng anliegen, alle kleinen Unebenheiten der Figur.

Wenn Sie das vermeiden möchten, nehmen Sie einen weniger glänzenden Stoff oder einen Stoff mit leicht strukturierter Oberfläche, der einen Teil des Lichts bricht.

Brautdessous

Brautdessous

© Jon Turner – Fotolia

Abgesehen davon, dass natürlich die passenden Dessous den Sitz des Brautkleids begünstigen bzw. perfektionieren können, ist es auch toll, das richtige Feeling schon auf der Haut zu haben. Wenn Sie so ein tolles Kleid tragen, wäre ein bisschen Seide darunter schließlich auch angebracht.

Für manche Kleider sind Corsagen sinnvoll, um den richtigen Halt zu geben. Achten Sie aber auch hier auf Bequemlichkeit. Die tollsten Dessous sind schließlich nichts, wenn sie Sie den ganzen Tag irgendwo kneifen.
Viele Brautmodengeschäfte führen auch Dessous, was den Einkauf insofern leichter macht, als Sie Brautkleid und Dessous gleich zusammen probieren können (was Sie auf jeden Fall tun sollten).

Vergessen Sie nicht, die farblich passenden „Beinkleider“ auszusuchen, sei es als Strumpfhose, halterlose Strümpfe oder mit Strapsen. Und davon mindestens zwei Paar.

Traditionen des Brautkleids

Für das Hochzeitskleid selbst gibt es praktisch keine Traditionen. Die Kleidung der Braut richtete sich über die Jahrhunderte hinweg hauptsächlich nach der jeweiligen Mode (und nach den finanziellen Möglichkeiten). In vielen Gegenden trug man die dort übliche Tracht auch zur Hochzeit und hatte nur einen weißen Brautschleier auf dem Kopf.
Ein Kleid nur für diesen einen Tag zu kaufen oder anfertigen zu lassen, konnten sich lange Zeit die wenigsten leisten.

So zeigten sich im Laufe der Zeit alle möglichen Farben, auch Schwarz war lange hoch im Kurs.
Wenn Sie die Hochzeitsfotos Ihrer Vorfahren betrachten, werden Sie bestimmt eine Braut im schwarzen Kleid finden, vor allem in den ländlichen Gegenden.

Wie es scheint, haben es dann die adligen Damen irgendwann schick gefunden, ganz in Weiß zu gehen, was sich dann durchgesetzt und mehr oder weniger bis heute gehalten hat.

Dabei sind die gebrochenen Weißtöne bis hin zu beige aktueller als das klassische Schneeweiß.
Rot als die Farbe der Liebe erfreut sich auch einer gewissen Beliebtheit, auch in Kombination mit Weiß. Aber auch zarte Pastelltöne sind zu haben.