Trauung und Feier

Festessen bei der Hochzeitsfeier

Hochzeitssuppe

Die Hochzeitssuppe ist ein sehr traditionsbeladenes Element einer Hochzeitsfeier, die je nach Gegend verschieden zubereitet wird, aber eigentlich überall der Fruchtbarkeit förderlich sein soll. So heißt es, dass je mehr Einlagen in der Fleischbrühe sind, desto besser die Wirkung. Ob nun Knödel oder Klößchen, Spätzle oder Geflügel in die Suppe kommen, hängt von der jeweiligen Gegend und ihren Traditionen ab.

Auch wenn Sie nicht so viel Nachwuchs wünschen oder an die Symbolik nicht so recht glauben können, so ist die Hochzeitssuppe sicher ein schmackhafter Auftakt Ihres Festessens.

Büffet

Buffet bei der Hochzeit

© Sonja Schulz

Ein Büffet wird in der Reihenfolge aufgebaut wie eine Menüfolge. Es hat den Vorteil, dass es sich praktisch überall aufbauen lässt. Wenn Sie an einem ausgefallenen Ort feiern möchten, kommt kaum etwas anderes in Frage.

Außerdem können Sie auch ungewöhnliche Speisen darunter mischen. Die Gäste können dann je nach Geschmack wählen. Und auch die Vegetarier werden sicher satt werden.
Der Nachteil ist, dass die Gäste ständig mit ihren Tellern unterwegs sind, wobei dies auch die Stimmung sehr auflockern kann.

Man kann auch Teile des Menüs servieren lassen, z.B. den Hauptgang, und fürs Dessert und eventuell für die Vorspeisen ein Büffet aufbauen lassen.

Oder: Wenn Sie beispielsweise eine schöne Hochzeitssuppe als ersten Gang haben, ist es nicht sehr praktisch, wenn jeder seinen Teller Suppe zu seinem Platz balancieren muss, in der Hoffnung, am Ende noch etwas zum Tisch zu bringen.

Als Abschluss können Sie noch ein schönes Eisdessert servieren lassen, das sich fürs Büffet auch nicht eignen würde.

Mitternachtsbüffet

Wenn Sie davon ausgehen, dass Ihre Feier auch nach Mitternacht noch einige Zeit dauern könnte, wird Ihren Gästen ein Mitternachtsbüffet sehr willkommen sein. Es besteht meistens aus Brot und Wurst- und Käseplatten (oft wird auch verschiedenes Obst dazu angeboten). Aber auch eine ungarische Gulaschsuppe ist zum späten Zeitpunkt sehr beliebt. Die Gäste können ganz nach Laune bis zum Ende der Feier zugreifen.

Menüwahl

Menü Hochzeit

© MNStudio – Fotolia

Was wäre eine Hochzeitsfeier ohne ein Festessen, bei dem alle Verwandten und Freunde um Sie versammelt sind und mit Ihnen die phantastisch zubereiteten Speisen genießen?

Wenn Sie in einem Hotel oder Restaurant feiern, werden Sie vom dortigen Gastronom verschiedene Vorschläge für das Menü bekommen. Finden dort häufig Hochzeiten statt, gibt es sicher auch Erfahrungswerte darüber, was allgemein bei den Gästen gut ankommt.

Sollten Sie selbst bestimmte Vorstellungen haben oder die Hochzeit unter einem speziellen Motto feiern, müssen Sie natürlich abklären, ob die Küche Ihren Wünschen nachkommen kann.

Vermeiden Sie allzu Exotisches oder Schwerverdauliches, denn schließlich sollen ja alle Gäste satt werden, aber auch noch das Tanzbein schwingen können.

Ein paar Grundregeln:
Fischgerichte werden vor Fleischgerichten serviert. Kalte Speisen gibt es vor den warmen.

Bei den Weinen genießt man die leichten Weine vor den schweren und die trockenen vor den lieblichen.

Speisenfolge

Die Reihenfolge der Speisen

  • Apéritif (ein Glas Sekt, Sherry oder Portwein)
  • Vorspeise (eine raffinierte Kleinigkeit)
  • Suppe
  • Hauptgericht (Fleisch oder Fisch)
  • Beilagen: Gemüse und/oder Salat
  • eventuell Käse
  • Dessert
  • Kaffee

Ein Menü besteht mindestens aus drei Gängen, also:

  • Vorspeise oder Suppe
  • Hauptgang (Fleisch und/oder Fisch)
  • Dessert

Das klassische Festessen besteht normalerweise aus fünf Gängen:

  • Vorspeise
  • Fischgang
  • Fleischgang
  • Käse
  • Dessert

oder:

  • kalte Vorspeise (z.B. leichte Salatvorspeise)
  • Suppe
  • kleines Fischgericht
  • Hauptgericht
  • kalte Süßspeise

Jetzt kommt es darauf an, ob Sie große Schlemmer sind und entsprechenden Wert auf ein stilvolles, umfangreiches Essen legen oder mit einem guten kleineren Menü zufrieden sind.

Getränke

Die früher strengen Regeln, dass zu dunklem Fleisch Rotwein und zu hellem Fleisch nur Weißwein getrunken werden soll, haben sich gelockert.

So können Sie 2 oder 3 Sorten Wein anbieten oder auch, wenn Sie selbst Wert darauf legen, zu jedem Gang einen passenden Wein servieren. Um die richtige Wahl zu treffen, lassen Sie sich am besten fachmännisch beraten und lesen Sie auf jeden Fall den hilfreichen Artikel „Die 10 wichtigesten Regeln für Wein auf der Hochzeit“.

Bieten Sie immer auch nichtalkoholische Getränke an.

Sie sollten damit rechnen, dass die Getränke einen großen Posten in Ihrer Kalkulation ausmachen werden. Unter Umständen müssen Sie nochmals soviel wie fürs Essen draufschlagen.

Bei einer großen Gästeanzahl können Sie vielleicht auch einen Pauschalpreis aushandeln. Dann lässt sich ihr Budget besser planen und es wird für Sie günstiger.