Vor der Hochzeit

Helfer für die Hochzeitsplanung

Für einen reibungslosen Ablauf einer solchen Feier und ihren Vorbereitungen können Sie auf einige helfende Hände nicht verzichten. Muten Sie sich also nicht zu, alles und jedes selbst zu machen, sonst sind Sie bis zur Feier erschöpft und an Ihrem Fest nur damit beschäftigt, den Ablauf im Griff zu behalten und Ihre Gäste zufriedenzustellen. Aber in erster Linie sollen doch Sie als das Brautpaar Ihren Tag wirklich genießen können.

Deshalb ist es sehr ratsam, die verschiedenen Aufgaben und wichtigen Erledigungen auf die Freunde und einige zuverlässige Verwandte zu verteilen. Das gilt für die Hochzeitsvorbereitungen und für den Hochzeitstag.

Hier sei nochmals kurz erwähnt, dass Sie beide sich über den Ablauf Ihrer Hochzeit im Großen und Ganzen klar sein sollten, damit Sie Ihre Ideen Ihren Verwandten und Freunden vermitteln können. Einmischungen sind dann von vornherein begrenzt und Vorschläge lassen sich schnell beantworten. Wenn Sie beispielsweise nicht kirchlich heiraten möchten, dann fällt die Traditionskirche weg, wenn Sie im Grünen heiraten möchten, können Sie eben nicht in Onkel Huberts Restaurant feiern. Fühlen Sie sich nicht verpflichtet, den Vorstellungen anderer nachzugeben – seien sie auch noch so gut gemeint.

Eltern

Meistens sind die Eltern auch stark an den Vorbereitungen beteiligt, sie geben oft finanzielle Unterstützung und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Und sie möchten auch ganz bestimmt, dass es ein gelungenes Fest wird.

Außerdem sind die Eltern meist zuverlässige Helfer und kennen sich mit vielem aus. So haben die Mütter vielleicht mehr Erfahrung mit der Zusammenstellung eines Menüs als Sie selbst und wie das mit den Geschenkelisten läuft, haben sie schon das eine oder andere Mal bei Ihren Geschwistern wunderbar gemeistert. Und die Mutter der Braut geht wahrscheinlich auch noch ein zehntes Mal mit ihrer Tochter in ein Brautgeschäft, wenn das richtige Kleid noch nicht gefunden ist.

Freunde/Verwandte

Es ist natürlich sehr sinnvoll, sich schon früh nach weiteren Helfern umzusehen. Denn es geht zum einen darum, herauszufinden, wer in Ihrem Verwandten- oder Freundeskreis bestimmte Aufgaben übernehmen könnte, die Sie ansonsten Profis zu einem höheren Preis übergeben müssten. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn Sie schon den Blumenschmuck in Auftrag gegeben haben, wo doch Cousine Lydia vor einem Jahr ein Blumengeschäft aufgemacht hat und Sie von ihr den ganzen Blumenschmuck viel günstiger bekommen können. Zum anderen sollten Sie sich überlegen, wer bereit sein könnte, Ihnen bei der Vorbereitung und am Hochzeitstag unter die Arme zu greifen.

Überlegen Sie also, wer gerne was macht oder besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten hat. Vielleicht haben Sie einen Profi-Fotografen in der weiteren Verwandtschaft oder Onkel Heinz möchte gerne den Transport der Gäste organisieren? Bestimmt findet sich auch jemand, der gerne Karten entwirft und ein Fachmann für Menü-Fragen könnte sich auch unter Ihren Gästen befinden. Spielt nicht der Freund des Bruders in einer tollen Band? War nicht unter den Kumpels des Bräutigams einer mit einem Oldtimer? Und der starke Uwe würde sicherlich beim Auf- und Abbau helfen.

Halten Sie allerdings die engsten Verwandten (vor allem die Eltern), aus den Pflichten am Hochzeitstag heraus, damit sie richtig mit Ihnen feiern können.

Tragen Sie Aufgaben und die vielleicht dafür vorgesehenen Personen in eine Aufgabenliste ein. Wenn Sie eine schöne Liste beisammen haben, dann fragen Sie die Leute, ob Sie auch bereit sind, mitzuwirken und legen Sie die Einzelheiten fest. Dann müssen Sie sich nur ab und zu mit dem jeweils Zuständigen besprechen.

Trauzeugen

Die Trauzeugen gehören natürlich zu den besonderen Helfern. Sie sind vor allem auch eine seelische Unterstützung, wenn man gerade im Stress ist oder vor Aufregung einfach nicht mehr klar denken kann. Sie werden normalerweise sehr stark in die Vorbereitungen mit einbezogen. Auch das Organisieren des Jungesellenabschieds/Junggesellinnenabschieds wird traditionell von den Trauzeugen übernommen. Weitere Aufgaben der Trauzeugen sind z.B. die Hilfe beim Aussuchen des Brautkleids oder des Hochzeitsanzugs und der Fahrservice für das Brautpaar am Ende der Hochzeitsfeier.

Weitere Infos dazu finden Sie in dem Artikel Aufgaben der Trauzeugen.

Zeremonienmeister

Der Zeremonienmeister oder die Zeremonienmeisterin:
Außer denen, die kleinere Aufgaben vor oder während der Hochzeit übernehmen, sollten Sie auch unbedingt eine Person Ihres Vertrauens auswählen, die die Koordination übernimmt und den Überblick hat, idealerweise also ein Organisationstalent, das wir einfach ZeremonienmeisterIn nennen.

Am besten eignet sich dafür jemand, den Sie gut kennen, der aber kein Problem damit hat, an Ihrem Hochzeitstag immer ein Auge auf den Ablauf zu haben. Außerdem muss derjenige schon etwas Zeit investieren können, denn er muss über alles gut informiert sein und sollte auch an manchem Gespräch teilnehmen.

  • Er braucht vorab eine Gästeliste und den Ablaufplan der Hochzeit mit den genauen Uhrzeiten.
  • Empfängt die Gäste und zeigt ihnen gegebenenfalls, wo sie in der Kirche und/oder im Restaurant sitzen werden
  • Kontrolliert, ob alle in einem Auto untergekommen sind
  • Überwacht die Reihenfolge beim Brautkonvoi
  • Gibt Trinkgelder (wo erforderlich)
  • Koordiniert die Reden während des Festessens
  • Hält Kontakt mit dem Bedienungspersonal und der Küche
  • Empfängt die Band oder den DJ, sorgt dafür, dass sie verpflegt werden und stimmt mit ihnen und dem Brautpaar ab, wann der Tanz eröffnet wird
  • Wenn mehrere Künstler auftreten, stimmt er die Auftritte ab
  • Koordiniert die Beiträge der Gäste für das Festprogramm
  • Fotograf oder Videograf können sich an ihn wenden (im Vorfeld wurde besprochen, wann und was, eventuell wer fotografiert werden soll)
  • Übernimmt eventuell die Funktion eines Moderators und führt durch das Programm
  • Am Ende des Festes sorgt er dafür, dass die Geschenke wohlbehalten im Hotelzimmer oder der Wohnung des Brautpaars ankommen und stellt sicher, dass nichts in den Räumlichkeiten vergessen wurde.

Hochzeitsfee

Auch wenn Sie die Hochzeit gut organisiert haben, fallen an einem solchen Tag immer noch Dinge an, die Sie nicht bedacht haben bzw. nicht vorhersehen können. Ob es sich dabei um so etwas verhältnismäßig Einfaches wie eine fehlende Blumenvase, verschütteten Rotwein auf dem Hemd des Bräutigams oder einem Taschentuch für Tante Hilde oder einem Pflaster für Klein-Fabian handelt oder um etwas, das Fingerspitzengefühl erfordert, wenn etwa jemand bemerken sollte, dass die Oma in ihrem Rollstuhl die Darbietungen von ihrem Platz aus gar nicht sehen kann oder Cousine Ina ganz verloren in der Ecke sitzt, weil sie niemand kennt oder die Braut ganz hibbelig wird, weil sich ihr Kleid irgendwo verhakt hat.

Für diese Fälle ist es sehr hilfreich, eine gute Fee zu haben, die der Ansprechpartner für die kleinen Probleme ist, sodass das Brautpaar nicht damit behelligt wird. Die Hochzeitsfee sollte ähnlich wie der ZeremonienmeisterIn bereit sein, während der Hochzeit die Augen offen zu halten, was natürlich bedeutet, dass sie nicht einfach „nur feiern“ kann.

Geschenke für Ihre fleißigen Helfer

Bedanken Sie sich bei den Personen, die Ihnen während der Vorbereitungszeit und der Feierlichkeiten hilfreich zur Seite stehen, mit einem kleinen Geschenk.

Ob dies ein Fotoalbum von der Hochzeit oder eine Kopie des Hochzeitsvideos ist oder eine persönliche Anerkennung in Form eines auf die Person abgestimmten Geschenkes, bleibt Ihnen überlassen.