Trauung und Feier

Hochzeitstorte

Wie soll die Hochzeitstorte aussehen?

Marzipan muss auf oder in der Torte sein, wegen des Symbolcharakters. Meist darf auch Creme und Sahne nicht fehlen, wobei die Torten heute oft weniger schwer gefertigt werden.

Für einen Konditor ist eine Hochzeitstorte eine Herausforderung an sein Können und eine Visitenkarte. Sie können also sicher sein, dass er sein Bestes geben wird und Ihnen leckere Vorschläge macht.

Es muss ja kein siebenstöckiger Turm sein. Es könnte auch ein flacher Kuchen sein, mit dem Motiv Ihrer Hochzeit, Ihres gemeinsamen Hobbys oder mit Ihren Namen dekoriert. Auch Bildmotive nach Vorlage sind möglich.

Wenn Sie Stockwerke möchten, dann sind drei bis fünf üblich, gekrönt von einem Hochzeitspaar oder auch Ringen oder Täubchen. Der Vorteil von Stockwerken liegt in der Vielfältigkeit: Jedes Stockwerk wird aus anderen Zutaten gemacht und jeder kann sich das nehmen, was er gerne mag.

Die Größe der Torte hängt aber letztendlich von der Anzahl Ihrer Gäste ab. Jeder sollte mindestens ein Stück davon abbekommen.

Bestellen Sie die Torte spätestens vier Wochen vor der Hochzeit beim Konditor.

Unser Tipp: Entdecken Sie tolle Ideen, wie Ihre Hochzeitstorte aussehen könnte, in der Hochzeitstorten Bildergalerie.

Das Anschneiden der Hochzeitstorte

Das Anschneiden der Hochzeitstorte

© ROFELD – Fotolia

Je nach Ablauf der Feierlichkeiten kann die Torte beim Empfang oder als Auftakt der Kaffeetafel am Nachmittag angeschnitten werden. Sie können aus dem Anschneiden auch einen weiteren Höhepunkt am Abend machen und die Torte mit der passenden Musik servieren.

Beim Anschneiden einer mehrstöckigen Hochzeitstorte beginnen Sie normalerweise oben. Lassen Sie sich aber vom Konditor sagen, wie er die Torte aufgebaut hat.

Unser Tipp: Die Hochzeitstorte lässt sich zudem besser schneiden, wenn Sie das Messer zwischendurch in warmes Wasser tauchen.

Die ersten Stücke schneiden Sie beide zusammen. Die Blumenkinder könnten Sie an die Gäste weiterreichen. Dann übernimmt das Service-Personal des Hotels oder Restaurants oder gegebenenfalls einer Ihrer Helfer.

Übringes: Wer beim Anschneiden der Hochzeitstorte die Hand oben hat, der hat laut Brauch das Sagen in der Ehe.

Bedeutung und Brauch

Hochzeitstorte

© Katrina Brown – Fotolia

Gemeinsames Kuchenessen bei der Hochzeit ist so alt wie Rom. Bis jetzt ist das, was damals ein einfacher Kuchen war und jetzt teilweise echte Meisterwerke sind, als wichtiger Bestandteil einer Hochzeitsfeier erhalten geblieben.

Diese Torte steht für Gemeinsamkeit. Gemeinsamkeit des Brautpaares als auch, durch das gemeinschaftliche Essen, der gesamten Hochzeitsgesellschaft.

Die unterschiedlichen Zutaten der Torte, allem voran das Marzipan, in dem sich Süßes und leicht Bitteres prima vereinen, stehen symbolisch dafür, dass sich auch unterschiedliche Charaktere harmonisch verbinden können.

Das gemeinsame Anschneiden der Torte von Braut und Bräutigam soll langes Eheglück bringen und eine harmonische Fortdauer begünstigen. Mancherorts ist es auch üblich, dass sich das Ehepaar zusätzlich gegenseitig damit füttert.

Vielleicht mögen Sie diese Idee und denken beim Anschneiden daran. Das könnte dann so ein zauberhafter Moment für Sie beide sein, wenn Sie in dem Bewusstsein, dass Sie mit dieser Handlung nicht nur einfach die Kaffeetafel eröffnen, sondern eigentlich Ihren gemeinsamen Wunsch nach einer lang andauernden, glücklichen Beziehung unterstreichen, die Torte anschneiden.

Dadurch, dass jeder Gast ein Stück dieser symbolischen Torte mit Ihnen genießt, hat auch er ein wenig Anteil an Ihrem Glück und auf der anderen Seite unterstützt er Ihren Wunsch: So sollen Ihr Glück, Ihre Liebe und Ihre Leidenschaft endlos sein.

Wenn Ihnen die Bedeutung der Hochzeitstorte gefällt, könnten Sie oder Ihr Zeremonienmeister die Gäste dazu einladen, in diesem Sinne mit Ihnen „Kuchen zu essen“.